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Ritt nach Pullman-City

Schon lange hatte ich den Traum einmal in die Western-Stadt nach Bayern zu reiten. Ein langer Weg. Mehr als 300 km! Das musste natürlich gründlich vorbereitet werden.

Voriges Jahr nahm die Idee langsam Gestalt an. Wir starteten einen 8-tägigen Wanderritt durchs Waldviertel, wo wir und vor allem auch unsere Pferde schon „trainieren“ konnten.

Heuer war es dann am 10. Mai soweit! Die Route war geplant, Quartiere bestellt, unsere Satteltaschen waren gepackt und das restliche Gepäck in den Pferdehänger geladen Nach dem Mittagessen starteten wir von der Rainbow-Ranch in Oberthern (Gemeinde Heldenberg) zur ersten Etappe nach Straning, wo wir die Nacht verbrachten.

Am nächsten Morgen ging es dann ins Waldviertel. Über den Kamp bei wunderschönem Wetter in Richtung Gföhleramt, wo unsere Pferde auf schönen Koppeln untergebracht waren. Wir Reiter wurden von Lois, dem Stallbesitzer, nach Gföhl chauffiert, wo wir unser Quartier hatten.


Schon lange hatte ich den Traum einmal in die Western-Stadt nach Bayern zu reiten..

Der folgende Tag brachte wieder Sonnenschein. Die Route führte durch das Waldviertler Hügelland. Es sollte eine lange Etappe werden! Ich war die Strecke, die Große Krems entlang, schon mehrfach geritten und wollte eine neue Variante ausprobieren. Das war leider keine gute Idee. Der Weg mündete in einen schmalen Wandersteig, links Felsen hinauf – rechts Felsen hinunter in Richtung Krems und vor uns ein Steig aus großen Steinstufen. Es war kein Weiterkommen mit den Pferden möglich. So mussten wir auf dem engen Weg zurückschieben, umdrehen und wieder retour gehen. Das war ziemlich gefährlich! Gott sei Dank sind Pferde und Reiter ruhig geblieben und wir haben dieses Stück gemeistert. Nur der Riemen einer Packtasche war gerissen. Sonst ist nichts passiert! Weiter war der Weg dann – bis auf eine „illegale“ Absperrung, die wir weit umgehen mussten – ohne besondere Vorkommnisse. Wir kamen wohlbehalten am Hacklhof bei der Fam. Schrammel an.

Der nächste Tag führte uns ins Waldviertler Hochland. Das Wetter schlug um und dunkle Wolken zogen auf. Kaum hatten wir unser Regengewand angezogen, begann es auch schon zu schütten. Wir waren ja gut ausgerüstet, aber trotzdem ist es nicht wirklich lustig, im strömenden Regen zu reiten. Die Etappe war an diesem Tag nicht allzu lang, daher war es dann auch gar nicht so schlimm! Leider hatte eines unserer Pferde, Johnny, ein dickes Sprunggelenk und leicht zu lahmen begonnen. So führten wir ihn abwechselnd zum Quartier nach Altmelon. Da war auch geplant, dass Stefan den Pferdehänger mit dem Gepäck zum Wechseln bringt. So musste dann auch noch Wolfgang mit dem zweiten Hänger und Ersatzpferd Lea kommen. Da unsere Pferde normalerweise nicht beschlagen sind, organisierte uns Joe unser Quartiergeber einen Hufschmied und Lea bekam vier Hufeisen, damit sie den Rest der Strecke gut bewältigen konnte.



Der nächste Morgen begann wieder mit strahlendem Sonnenschein. Johnny wurde verladen und trat mit Stefan die Heimreise an. Und wir ritten weiter. Ab jetzt war die Strecke neu für uns alle. Die Route hatten wir von Joe erhalten, der schon öfter nach Pullman City geritten war. Das hatte die Planung wesentlich vereinfacht. Wir kamen nun auf die Mühlviertler Alm, wo es einfach schön ist. Leider war das Wetter nicht so. Es zogen schon wieder Gewitter auf! Es war aber ein Glück, dass wir viele Stücke mit Wald hatten! Auch ein Hagelsturm hat uns erwischt, aber alles ist gutgegangen und wir sind gut im nächsten Quartier in Liebenau angekommen.

Am nächsten Tag in der Früh hatten wir noch Sonne, aber am Horizont konnte man schon die ersten entstehenden Gewittertürme erkennen. Nach drei Stunden war es dann in Richtung Freistadt ganz schwarz und die Gewitter kamen immer näher. In Untermarreith fanden wir gerade noch rechtzeitig Unterschlupf in den Boxen eines Reitstalles (die Pferde waren auf der Weide). Unsere Pferde waren drin und das Gewitter brach los. Glück gehabt! Wir durften das Reiterstüberl benutzen und vom nächsten Gasthaus bekamen wir das Mittagessen geliefert. Nach eineinhalb Stunden war der Spuk vorbei und wir konnten weiterreiten. Es tröpfelte noch leicht, aber das Schlimmste war vorbei. Dann kam sogar die Sonne wieder und wir konnten die wunderschöne Gegend bis nach Rainbach im Mühlkreis genießen. Hier waren in einem großen Reitstall untergebracht. Unsere Pferde hatten riesige Weiden zum Erholen.


Die nächste Etappe führte uns dann großteils an der tschechischen Grenze entlang nach Köckendorf in der Nähe von Afiesl. Wir kamen durch menschenleere Gegenden, ritten durch ausgedehnte Wälder und einen neuen Windpark entlang. Es war sehr abwechslungsreich und wunderschön. Unsere Pferde „wohnten“ direkt in Köckendorf und Günther, der Stallbesitzer, brachte uns in eine kleine Pension nach St. Stefan, wo wir gut versorgt wurden.

Nun hatten wir endlich die Gewitterfront überstanden. Das Wetter war wunderschön und wurde immer wärmer. Wir durchritten das hübsche Städtchen Haslach an der Mühl und kamen wieder in offenere Landschaft mit riesigen Wiesen. Unser nächstes Quartier befand sich in einer Sportpension in Vordernebelberg. Hier wartete auch unser Pferdehänger mit dem Austauschgepäck für unsere Satteltaschen.


Leider hatte Charly einer unserer Reitbegleithunde Probleme mit den Pfoten bekommen. Sie durfte sogar eine Zeitlang mitreiten. Sie und ihr Herrchen wurden am nächsten Tag vom Seniorchef mit dem Auto in unsere nächste Unterkunft gebracht und Charly hatte Zeit, sich auszurasten. Das Pferd wurde als Handpferd mitgenommen.

Am nächsten Morgen hatten wir nur noch ein kurzes Stück bis zur Grenze nach Deutschland. Die Reitwegemarkierungen waren schon in Österreich sehr spärlich gewesen, aber hier in Deutschland waren sie fast gar nicht mehr zu finden. Wir kamen trotzdem ans Ziel. Die letzte Nacht vor Pullman City verbrachten wir in einem Landhotel mit Wellnessbereich, und einer riesigen Baustelle! Die Pferde nahmen es gelassen auf und blieben ganz ruhig. Die Pferdekoppeln zäunten wir auf einer großen Wiese noch selber ein, dann erwartete uns ein verspätetes Menü.

Nun war der letzte Reittag angebrochen. Die Zeit war wie im Flug vergangen. Heute sollten wir unser Ziel erreichen. Die Gegend war schön, aber meist schon weniger Wald. Da es nun schon sehr warm war, nutzten wir jede Gelegenheit, den Pferden, und vor allem auch den Hunden, Wasser zu geben.


Und dann war es so weit: wir hatten unser Ziel erreicht: Pullman City! Die glücklichen ReiterInnen: Sabine mit Tilly, Birgit mit Bruno, Sepp mit Sugar und Chester, Richard mit Lea und Charly, Patrick mit Bandit, Margit mit Penny und Balu und ich, Irene mit Katie.

Für die Statistiker: Wir waren 9 ½ Tage unterweg, legten ca. 340 km und über 10.000 Höhenmeter zurück! Eine tolle Leistung!


Endlich am Ziel angekommen!

Danke an alle, die uns unterstützt haben und dieses Abenteuer möglich gemacht haben:

7 Pferde, 7 Reiter, 3 Hunde und unser Versorgungstrupp, wir waren überglücklich!

Irene Garber - Rainbow Ranch
3701 Oberthern 100

Mobil:  0664/6433754

Email: irene.garber@aon.at

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